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Geschichten aus Gnesdorf
von Daniel Graussnig 

Geschichten aus Gnesdorf — Das Dorf

Daniel Thomas Graussnig
Eine Entschuldigung an alle mei­ne Lese­rInnen!

Ich muss mich bei mei­nen Lese­rInnen ent­schul­di­gen. Ur­sprüng­lich habe ich die Seite für Gnes­dorfer ge­dacht, für aktu­ell hier leben­de und jene, die irgend­wann weg­ge­zogen sind. Doch dies ist zu kurz ge­dacht. Gnes­dorf ist ein so schö­nes Dorf. Ich möchte nir­gend­wo an­ders leben, auch wenn es das eine oder ande­re Prob­lem gibt im Ort. So möchte ich Gnes­dorf nun auch ande­ren Inte­res­sier­ten vor­stel­len, die, wie ich voll­kom­men über­zeugt bin, Ge­fal­len daran fin­den werden.

Stellen Sie sich Gnes­dorf am Rande von Wein­bergen vor, sich an den Süd- und Süd­west­hang schmie­gend. Kommt man aus dem west­lich oder öst­lich gele­genen Tal, durch das auch die Bahn­linie führt, herein, zeigt sich, wie Gnes­dorf histo­risch ge­wachsen ist. Nähert man sich dem Dorf, brei­ten sich an bei­den Seiten die neuen Sied­lungen aus. Der größte Teil sam­melt sich an der öst­lichen Seite der Straße nach Süden hin. In Rich­tung Norden ist der Platz schon durch den Hügel, der sich als Bogen um Gnes­dorf zieht, ein­ge­schränkt.

Man trifft auf einen Kreis­verkehr und ist nun be­reits im unte­ren Zentrum, sozu­sagen im neuen Teil des Dorfes ange­langt. Über­gehen wir das von Manchen als Kunst­werk bezeich­nete Ge­bilde im Kreis­verkehr, und blicken wir stattdessen in nörd­licher Rich­tung nach den Wein­bergen, öffnet sich der untere Haupt­platz von Gnes­dorf: links zu­aller­erst das Gemeinde­amt (das neue), an­schlie­ßend ein Gast­hof, weiter verschie­dene Geschäfte. Am Haupt­platz selbst fällt Ihnen ein großer, alter Brunnen auf, ein Stück, das ich beson­ders liebe. An der Ost­seite schließ­lich fin­den Sie Cafes und wei­tere Ge­schäfte. Die Häuser selbst sind hier schon eher städ­tisch mit auch mal vier Etagen. Mein eige­nes Geschäft liegt links an der Straße, also, wenn wir die Blick­rich­tung be­halten, links an das Rat­haus an­schlie­ßend. Hier folgen Schule und Kinder­garten. In der anderen Rich­tung er­reicht man einen Super­markt und weiter draußen einen Auto­händler.

Blicken Sie nach oben, sehen Sie, wie der untere Haupt­platz langsam in den älteren Teil des Ortes über­geht. Dieser Teil hat noch die ur­sprüng­liche Form eines Wein­bauern­dorfes. Die Straße bewegt sich bergan. Die Häuser sind niedrig und eng an der Straße, stück­weise von den Bäumen einer Allee von ihr ge­trennt. Hier schlie­ßen die Höfe an, mit der an der Straße ver­laufen­den Mauer und den großen Toren darin. Nach hinten öffnen sie sich schon den Wein­hängen.

Doch nicht lange dauert die­ser An­blick, denn oben wei­tet sich die Straße wieder, so­zu­sagen zum oberen Haupt­platz des Dorfes. War die Straße jetzt die ganze Zeit ange­stiegen, so bildet das Gelände nun eine kleine Ebene. Rechts ragt hier die Kirche über den Ort auf, da­hinter liegt der Fried­hof, weiter führt der Weg schon direkt in den Wein­berg. Ich halte diesen Platz für den schönsten in Gnes­dorf und em­pfehle jedem, hier­her zu gehen (parken Sie lieber unten an der Straße), die Sonne zu genie­ßen und den Blick über den Ort und die Wein­berge am anderen Tal­ende schwei­fen zu las­sen. Gegen­über der Kirche, wie wohl in jedem Ort, der Kirchen­wirt. Da­neben das alte, ehe­malige Gemeinde­amt und die Post, eben­falls ehe­malig. Weiter nach oben wird die Straße lang­sam steil. Ein paar Höfe der Wein­bauern noch, dann ver­läuft sich die zum Feld­weg gewor­dene Straße im Wein­berg.

Gnesdorf be­fasst sich frei­lich nicht nur mit dem Wein­bau. Schon in den 1980er-Jahren bereits wurde ein Ge­werbe- und In­dustrie­park ge­grün­det, dessen dort an­ge­siedelte Firmen seit Langem den Großteil der Arbeits­plätze für Gnes­dorf bieten. Der Park wurde aus logisti­schen Gründen einige Kilo­meter außer­halb, nord­öst­lich, an der Straße und der Bahn­linie gelegen, einge­richtet.

Michael Felberits
Was ist mit Fotos?

Schön hast du unser Dorf be­schrie­ben. Ich be­komme noch Heim­weh ;-) Aber wa­rum hast du nicht ein­fach ein paar Fotos rein­ge­stellt?

Das war jeden­falls jetzt eine gute An­re­gung für mich: ich geh mal eine Foto­runde durchs Dorf, wenn ich wieder hin komme. Können wir dann ja schauen, was wir hinein­stellen.

Daniel Thomas Graussnig
Fotos von Gnesdorf

Mit dem Foto­grafie­ren habe ich es nicht so. Wird nie was ge­schei­tes. Da er­kennt man dann gar Gnes­dorf nicht. Aber wenn du ein paar Fotos machen könn­test, wunder­bar. Schon einmal Danke vorab.