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Geschichten aus Gnesdorf
von Daniel Graussnig 

Geschichten aus Gnesdorf — Das Wegfest

Daniel Thomas Graussnig
Kommt und feiert mit uns!

Es gilt, etwas zu feiern in Gnesdorf. Denn Gnesdorf ist die erste Gemeinde in der Steiermark, in der es gelungen ist, alle Gemeindestraßen und -wege zu asphaltieren. Deshalb lade ich alle Bürger und Freunde Gnesdorfs dazu ein, mit uns zu feiern und darauf anzustoßen.

Die offizielle Feier findet am kommenden Sonntag am oberen Ortsende zu den Weinbergen statt. Sie beginnt mit einer feierlichen Feldmesse, gehalten von unserem Herrn Pfarrer und die Segnung des Radwegs. Anschließend folgen die Ansprachen des Bürgermeisters, des Landesrates für Agrarangelegenheiten des Landes Steiermark, des Tourismusbeauftragten der Gemeinde und des Bürgermeisters einer Nachbargemeinde und da­raufhin die Freigabe durch das Durchschneiden der Absperrung. Die Feier wird von der Musikkapelle Gnesdorf musikalisch begleitet.

Für den gemütlichen Teil ist mit Wein aus der Gegend und steirischem Bier vorgesorgt. Erstmals wird hier auch die neue Kreation unserer Winzer, der Gnesdorfer Grün-Weiße, präsentiert und an die Liebhaber der bekannt ausgezeichneten Gnesdorfer Weine ausgeschenkt. Die Drei Weinbergbuam sorgen dabei für die richtig zünftige Stimmung.

Daniel Thomas Graussnig
Bericht vom Fest [9:50]

Ich melde mich hier sozusagen als Live-Reporter von unserer Feier anlässlich der Asphaltierung aller Gnesdorfer Wege. Gnesdorf ist der erste Ort in der Steiermark, dem diese großartige Leistung gelungen ist.

Daniel Thomas Graussnig
[9:55]

Es ist ein wunderschöner Tag. Als ob der Wettergott mit uns mitfeiern möchte. Ein bisschen windig ist es hier ober dem Ort auf der Wiese am Beginn der Weinberge. Aber das halten wir gerne aus.

Daniel Thomas Graussnig
[10:00]

Wir warten noch auf den Beginn der Feier. Sie soll mit einer heiligen Messe beginnen. Inzwischen genießen wir das schöne Wetter und den Ausblick auf Gnesdorf und die umliegenden Weinberge.

Daniel Thomas Graussnig
[10:07]

Die heilige Messe beginnt, begleitet von unserer Musikkapelle Gnesdorf. Es ist sehr feierlich.

Daniel Thomas Graussnig
[10:14]

Ich habe nachgesehen, es handelt sich um die Gambrinus-Messe von Gottfried Veit. Die Kapelle hat die Messe in Wochen fleißigen Probens einstudiert.

Daniel Thomas Graussnig
[10:20]

Der Wind bläst leider manchmal die Töne der Musikkapelle fort. Schade, da die Musiker so fleißig für die Messe geprobt haben, wie schon gesagt. Auch der Pfarrer ist manchmal schlecht zu verstehen.

Daniel Thomas Graussnig
[10:35]

Jetzt hat sich der Wind gelegt. Wir können uns ganz auf die feierliche Messe konzentrieren.

Daniel Thomas Graussnig
[10:50]

Die Messe ist zu Ende. Die Klänge der Messe von Veit haben die Menschen tief berührt. Ganz unüblich: es wird den stolzen Musikern applaudiert.

Daniel Thomas Graussnig
[10:55]

Der Pfarrer schreitet zur Segnung des Radweges. Es ist ein sehr feierlicher Moment.

Daniel Thomas Graussnig
[11:10]

Jetzt folgen die Ansprachen, beginnend mit unserem Herrn Bürgermeister.

Die Redner stellen die Vorteile des Ausbaues des Wegenetzes dar. Sie sprechen ihren Dank an die Verantwortlichen und die Gnesdorfer für ihr Dulden der Baumaßnahmen aus. Die Bedeutung der Asphaltierung für den Fremdenverkehr und die vielen Möglichkeiten der Nutzung als Wanderwege, Radwege und Mountain Bike-, sowie Nordic Walking-Strecken und gleichzeitig auch die bessere Erreichbarkeit vieler, bisher schwer zugänglicher, Stellen wie Buschenschänken wird genannt.

Daniel Thomas Graussnig
[11:30]

Hier ist wieder Daniel Graussnig aus Gnesdorf mit dem Bericht zur Eröffnung des vollständig asphaltierten Wegenetzes. Ich habe mir inzwischen ein Bier genehmigt. Es spricht im Moment der Fremdenverkehrsreferent. Ich hoffe, ich habe nichts wichtiges versäumt.

Daniel Thomas Graussnig
[11:50]

Der Bürgermeister und die Gäste aus den Nachbargemeinden sind nun dabei, das Band zu durchschneiden. Es ist leider wieder Wind aufgekommen und es staubt, da die Wegränder noch nicht bewachsen und trocken sind. Doch jetzt ist es geschafft. Schnell wird noch ein Foto zur Erinnerung an die besondere Stunde gemacht.

Daniel Thomas Graussnig
[12:05]

Jetzt beginnt der gemütliche Teil der Feier. Alle begeben sich ins Festzelt. Die Musikkapelle hat bereits auf der Bühne Platz genommmen und unterhält uns nun mit einem flotten Marsch.

Daniel Thomas Graussnig
[12:20]

Es ist mir gelungen, vom neuen Wein, dem Gnesdorfer Grün-Weißen zu kosten. Es handelt sich dabei um einen Cuvé aus Muskateller, Rheinriesling und einem kleinen Anteil an Pinot blanc.

Daniel Thomas Graussnig
[12:35]

Unser Herr Bürgermeister ist auf die Bühne gestiegen und hat eine Durchsage gemacht. Er lädt alle Mitfeiernden ein, ein Stück auf dem neu asphaltierten Weg in den Weinberg spazieren zu gehen. Danach sollen Wein und Bier und auch die Grillhendln umso besser schmecken.

Daniel Thomas Graussnig
[12:45]

Mit ein bisschen Zureden kommt doch eine Gruppe zusammen, die den neuen Weg ausprobieren will. Schließlich sind die Gnesdorfer sportlich gesinnt und wollen den Besuchern mit gutem Beispiel vorangehen. Aber bitte, meine Damen und Herren, die Biergläser lassen wir doch hier. Die Weingläser natürlich auch.

Daniel Thomas Graussnig
[13:15]

Die Blasmusik hat für heute ihre Aufgabe erfüllt und die Musikerinnen und Musiker dürfen sich nun endlich auch etwas zu Trinken bestellen. Die Drei Weinbergbuam kommen schon auf die Bühne. Die Instrumente werden noch angesteckt. Ja, und schon geht es los mit dem Erzherzog Johann-Jodler.

Daniel Thomas Graussnig
[13:30]

Unser Herr Bürgermeister macht es uns vor. Er hat eine Dame zum Tanz gebeten und schon drehen sie sich im Dreivierteltakt. Nun eine Polka. Jetzt wird es schnell, Herr Bürgermeister. Auf zum Tanz, liebe Gnesdorfer. Seid keine Tanzmuffel, meine Herren.

Daniel Thomas Graussnig
[13:50]

Damenwahl hat es geheißen und ich musste auch auf den Tanzboden. Durfte natürlich. Jetzt ist mir heiß und ich muss mich in den gemütlichen Teil stürzen und zuallererst um ein Bier kümmern. Ich verabschiede mich von unserer Feier aus Gnesdorf.

Euer/Ihr Daniel #Graussnig

Die Rede des Herrn Bürgermeisters

Sehr geehrte Gnesdorfer und -innen! Sehr geehrter Herr Landesrat. Sehr geehrte Kollegen aus den Nachbargemeinden – Robert, Hannes, Jakob. Danke, dass ihr zu unserem Fest gekommen seid. Liebe Mitbürger!

Es erfüllt mich mit großem Stolz, wenn ich euch heute sagen kann, dass wir die erste Gemeinde sind, wo alle Straßen und Wege staubfrei gemacht werden konnten. Hier im Ort Gnesdorf braucht nun kein Bauer mehr über schmutzige Wege in seinen Weinberg gehen, im Sommer voller Staub, im Winter nass und ganz aufgeweicht vom Regen und vom Schnee. Nein, ein jeder kann nun auf einem asphaltierten Weg direkt in seinen Weinberg gelangen, ohne sich dabei schmutzig zu machen.

Aber nicht nur für uns, liebe Gnesdorfer und -innen, nicht nur für uns selbst ist der Ausbau ein Vorteil. Gnesdorf denkt nicht nur an sich, Gnesdorf denkt auch an seine Gäste. Der Fremdenverkehr ist uns nämlich ein großes Anliegen. Wir positionieren uns damit als das optimale Urlaubsziel für Wanderer und Radfahrer.

Liebe Gnesdorfer und -innen. Ich darf euch heute mitteilen, dass wir durch die Staubfreimachung der Gnesdorfer Wege gleichzeitig nun ein Netz aus Radwegen mit fast 40 km Länge durch die Gemeinde geschaffen haben. Es ist gleichzeitig ein Radweg und Mountain Bike-Weg und ist nicht zuletzt als Wanderweg zu benutzen und zum Nordic Walking. Jede Buschenschenke, jeder Weinbauer ist so von nun an von allen ganz bequem auch mit dem Auto zu erreichen.

Bedanken möchte ich mich sehr herzlich bei allen, die die langen Arbeiten so geduldig und ohne Murren über sich ergehen haben lassen. Hat schon sehr gestaubt manchmal beim Staubfreimachen, was?

Unser Dank gilt auch dem Land Steiermark für die finanzielle Beteiligung und der EU für die Finanzierung im Rahmen der Aktion zur Verbesserung des landwirtschaftlichen Wegenetzes. Der Herr Landesrat für Agrarangelegenheiten des Landes Steiermark ist ja heute bei uns und ich möchte ihn auch bitten, dann im Anschluss an meine Rede auch ein paar Worte dazu an uns zu richten.

Liebe Freunde. Zum Abschluss möchte ich euch noch auf eine Premiere, sozusagen als Zugabe oder die Krönung zu unserer Feier hinweisen. Hier wird heute erstmals ein neuer Wein von unseren großartigen Winzern vorgestellt und im Festzelt ausgeschenkt, der Gnesdorfer Grün-Weiße, eine Mischung aus den besten Weißweinen aus unseren Gnesdorfer Weinbergen. Ich bin voller Zuversicht, dass dieser Wein euch und den Gästen schmecken wird und dass er gemeinsam mit den neuen Wegen für eine große Zukunft Gnesdorfs als Fremdenverkehrsgemeinde sorgen wird. Vielen Dank.

Die Rede des Herrn Bürgermeisters

Zeitungsausschnitt aus dem Gnesdorfer Boten